Praktische Theologie

PtWie halte ich eine Andacht, Predigt oder Bibelstunde? Was ist bei einer Taufe, Trauung oder Kindersegnung wichtig? Was charakterisiert eine evangelistische Predigt? Wie kann ich ein Gespräch mit einem Ratsuchenden führen? Auf solche Fragen antwortet der Unterricht in Praktischer Theologie.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Predigtlehre. Im Rhetorikunterricht arbeiten Sie an Ihrem Sprachstil, an Sprechweise und Körpersprache. Anhand von Predigten tragen die Studierenden ihre Beobachtungen zusammen und werten Erfahrungen aus. Bei Gottesdiensten bekommen Sie Übung darin, Andachten und Predigten vorzubereiten und zu halten.

In einer Gemeinde werden viele Lebensfeste gefeiert: Kindersegnung, Abschluss des Biblischen Unterrichtes, Taufe und Trauung gehören dazu, ebenso wie die Auseinandersetzung mit Lebenskrisen und dem Tod. Für die Aufgaben, die sich aus diesen konkreten Situationen für Seelsorge, Predigt und Diakonie ergeben, werden Lösungen erarbeitet.

Kinder und Jugendliche gehören zur Gemeinde: Das Fach „Religionspädagogik“ veranschaulicht, wie Kinder glauben und christlich unterrichtet und geprägt werden können. Am Beispiel „Biblischer Unterricht“ geht es in Theorie und Praxis darum, Teenagern biblische Inhalte nahe zu bringen.

Eine Vorlesung im 5. Semester führt Sie in die Theologie und Theorie der Seelsorge ein. Wie werden die unterschiedlichen Ansätze in der Seelsorge theologisch begründet? Wie ist das Verhältnis zwischen Seelsorge und Psychologie zu bestimmen? Daran schließt sich ein dreiwöchiges Seminar „Einführung in ganzheitliche Seelsorge“ an. In dessen Mittelpunkt steht die eigene Person mit ihren Stärken und Lernfeldern, mit ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Konfliktfähigkeit.

Praktika sind selbstverständlicher Teil der Ausbildung. In einem Hauskreis üben Sie die Gesprächsleitung ein. Vor dem sechsmonatigen Gemeindepraktikum gibt das Fach „Pastoraltheologie“ Einblick in das Selbstverständnis des Pastors und die Spannungsfelder des Berufs im Umgang mit Zeit, Geld und der eigenen Familie. Außerdem lernen Sie Aufgaben der Leitung und Organisation einer Gemeinde kennen. In den letzten beiden Studiensemestern werden Fragen der Seelsorge in typischen Gesprächs- und Krisensituationen, Lebensfragen und -themen aufgegriffen.

Da für den Beruf des Pastors oder Missionars die eigene Persönlichkeit entscheidend ist, wird während des gesamten Studiums die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gefördert.

Dozenten:
Christian Bouillon
Wolfgang Theis

Die Internetpraesenz der Theologischen Hochschule Ewersbach